Außergewöhnliche Oldtimer und Youngtimer auf der Motorshow in Bremen
Die Sonderschau der deutschen Automobile mit Sonderkarosserien überstrahlte alles auf der Bremen Classic Motorshow. Aber selbstverständlich gab es noch ein paar andere sehr interessante Klassiker.
Besonders reizvoll waren die Jungen Klassiker, also Auto aus dem Zeitraum 60er bis 90er Jahre. Zwar waren noch nicht alle Oldtimer, aber alle in einem tadellosen Zustand. Und sie hatten eine faszinierende Gemeinsamkeit, die zukünftigen Klassikerstatus garantiert: Eine sehr niedrige Laufleistung.

Ein 79er Käfer Cabrio aus Texas mit 58 Meilen für 36.000 Euro

- Ein 66er Simca 1000 Coupe Bertone mit 16.000 km auf der Uhr

Ein Mercedes 300 SE Bj. 90, der in Japan nur 16.000 km fuhr

Ein VW Käfer von 1974 mit nur 228 km, der 34 Jahre lang in einer Garage stand

Eine Corvette C3 Turbo mit 10.225 Meilen für 20 Mille

Dieser Audi 100 LS wurde seit 1976 nur 8000 km gefahren und hat eine wunderbar grüne Innenausstatung

Dieser Mercedes 500 SE von 1992 fuhr auch nur 16000 km in Japan und sollte 20.000 Euro kosten
Sehr niedrig bedeutet in diesem Fall: zwischen 20 und 16.000 Kilometern. Da standen also Autos rum, die überwiegend weit über 30 Jahre alt waren und sich teilweise in neuwertigem Zustand befanden. Echte Traumautos also, die auch noch allesamt zu verkaufen waren.
Die geforderten Preise waren hoch, aber angesichts des Zustands und der Laufleistung durchaus angemessen. Ist bloß die Frage, was man mit so einem Auto macht. Im Ernst – würdet ihr mit einem VW Käfer, der 228 Kilometer auf der Uhr hat, fahren wollen? Oder einen Renault 4, der noch keine Straße gesehen hat, auf ein Treffen irgendwo auf einem Acker fahren?
Ist man als Käufer so eines Oldtimers quasi verpflichtet, so wenig wie möglich zu fahren, oder sollten solche Autos ganz normal bewegt werden, also ein paar hundert oder wenige tausend Kilometer im Jahr?








