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Cooles Erlebnis – die Oldtimer Messe in Maastricht

Freitag, Januar 9th, 2009

9. Januar 2009.

Es ist schweinekalt in Deutschland. Zweistellige Minusgrade in der Nacht. Und tagsüber wird es auch nicht viel wärmer. Normalerweise macht man bei diesem Wetter keine großen Touren. Es sei denn, es geht irgendwo in die Sonne. Aber mein Ziel heißt Maastricht. Und da ist es mindestens genauso kalt wie in Hamburg.

Ich will zur Interclassics & TopMobil 2009. Sie dürfte die erste größere Oldtimer-Messe in Europa sein. Also geht es in aller Herrgottsfrühe mit dem Flieger nach Düsseldorf und von da mit einem total verdreckten Mietwagen nach Maastricht. Eigentlich macht die Messe am Freitag erst um 14 Uhr auf, aber ich habe mit dem Projektleiter telefoniert und kann schon früher in die heiligen Hallen. Bei meiner Ankunft entdecke ich auf dem Parkplatz einen Lotus Elan. Der wurde dort aber wahrscheinlich nur abgeladen. Auf jeden Fall ist er ziemlich tiefgefroren. Auch eine Art der Oldtimer-Konservierung.

Lotus Elan tiefgefroren

Lotus Elan tiefgefroren

Auf der Messe gab es dann einige nette Oldtimer zu sehen. Zum Beispiel den DMS Prototypen. Der sah wirklich aus wie ein zu heiß gewaschener Porsche 356. Ein hochinteressantes kleines Autochen mit Motorrad-Motor. Auf die Frage, was der kosten solle, grinste der Verkäufer nur und zuckte mit den Schultern. Ich habe das als „ziemlich viel“ gedeutet.

D.M.S.

D.M.S.

D.M.S. Innenansicht

D.M.S. Innenansicht

Zu den sehr seltenen Fahrzeugen in Maastricht zählte auch zwei Stutz Blackhawk. Diese üppig verchromten Straßenkreuzer wurden nur in kleinen Stückzahlen gebaut. Prominentester Kunde dürfte Elvis gewesensein.

Für den King der King of the road: Stutz Blackhawk

Für den King der King of the road: Stutz Blackhawk

Unübersehbar war auch ein Cadillac Series 75 Imperial Limousine Convertible. Darin ließ sich einst der Jugoslawische Staatschef Tito chauffieren.

Der Cadillac, in dem einst Tito chauffiert wurde

Der Cadillac, in dem einst Tito chauffiert wurde

Sehenswert auch der Studebaker Avanti. Den kennt man eigentlich immer nur von vorne, daher hier auch gleich ein Bild des auch sehr schönen Hecks. Da hatte der Herr Loewy wirklich einen guten Tag.

Design by Raymond Loewy: Studebaker Avanti

Design by Raymond Loewy: Studebaker Avanti

Auch sehr gelungen: das Heck des Avanti

Auch sehr gelungen: das Heck des Avanti

Als alter Woody-Fan möchte ich hier noch ein Bild eines Chrysler Woody Town and Country zeigen. Sieht doch einfach nur klasse aus, oder? Für 100.000 Euro war er zu haben.  Ich möchte ja wirklich mal wissen, wie solche Autos früher einen Crash überstehen haben. Bei so viel Holz….

Traumhafter Woody: Chrysler Town & Country

Traumhafter Woody: Chrysler Town & Country

Und dann war da noch der 54er Doretti. Die Nummer 37 von 276 gebauten. Der schlummerte lange  auf irgendeinem Hinterhof einer kalifornischen Werkstatt vor sich hin. Und wurde dann mit 43342 Meilen auf der Uhr entdeckt.

Ein seltener Doretti von 1954

Ein seltener Doretti von 1954

Auch sehr schön und passend zum Thema „Cooles Erlebnis“ war auch ein VW T1, der mal zum Eisverkäufer umgebaut wurde. Wunderschön.

Lecker Auto: VW T1 Eiswagen im Topzustand

Lecker Auto: VW T1 Eiswagen im Topzustand

Auf der Rückfahrt hatte ich übrigens auch noch ein cooles Erlebnis. Kurz hinter der Grenze setzte sich ein Opel Astra vor mich. Ich wollte ihn gerade überholen, da bemerkte ich ein funzeliges „Bitte folgen“ zwischen den Blaulichtern. Auf der nächsten Autobahnausfahrt hielt ich dann neben dem Wagen. Ein Mann stieg aus, der mir irgendwie bekannt vorkam. Die Begrüßungh des Zollbeamten erwiderte ich mit dem Satz: „Sie habe ich doch vor kurzem in irgend so einer Doku über den Zoll gesehen, oder“ Er schmunzelte kurz und sagte: „Ja, so sieht man sich wieder!“ Dann hat er sich noch meien Gepäck und das Auto angeschaut und fragte, ob ich mehr als 10.000 Euro dabei habe. Hatte ich leider nicht. Und wenn, dann hätte ich sie wahrscheinlich nur auf der Hinfahrt bei mir gehabt, denn in Maastricht gab es schon ein paar nette Autos zu kaufen. Naja, er hat selbstverständlich nichts gefunden, und so konnte ich kurz darauf meine Fahrt fortsetzen.

Tobi